Unterlagen im Todesfdall

Nach dem Tod eines nahen Angehörigen sind schnelle Entscheidungen nötig. Die Beerdigung muss vorbereitet und das Bestattungsunternehmen ausgewählt werden. Darüber hinaus sind eine ganze Reihe von Formalitäten zu regeln. So müssen Verträge gekündigt und verschiedene Institutionen über den Tod informiert werden. Welche Unterlagen im Einzelfall benötigt werden und wie diese Unterlagen beschafft werden können, soll im folgenden erläutert werden.

Totenschein und Sterbeurkunde
UnterlagenNachdem der Tod eingetreten ist, stellt der Arzt den Totenschein aus. Dies kann der Hausarzt oder der Notarzt sein. In den Totenschein wird der Sterbetag und die Sterbestunde eingetragen. Hat der Verstorbene zuvor in einem Krankenhaus gelegen oder in einem Pflegeheim gelebt, stellen diese Institutionen den Totenschein automatisch aus.
Der Totenschein ist die Voraussetzung, um sich auf das Standesamt zu begeben und dort den Tod anzuzeigen. Das Standesamt wird alle Formalitäten aufnehmen und auf dieser Basis die Sterbeurkunde ausstellen. Sie ist ein wichtiges Dokument, das von den Angehörigen sicher verwahrt und auf Verlangen vorgelegt werden muss. Die Sterbeurkunde ist eine wichtige Voraussetzung für die Bestattung und die Ausstellung eines Erbscheines auf dem Nachlassgericht.

Bestattung und Bestattungsunternehmen
Innerhalb von 36 Stunden müssen die Angehörigen eine verbindliche Entscheidung treffen, wie und von welchem Bestattungsunternehmen der verstorbene Angehörige beerdigt werden soll. Da die Leistungen der einzelnen Bestattungen zum Teil sehr unterschiedlich sind, lohnt es sich, in dieser Zeit einen Vergleich anzustellen. Ist die Entscheidung für ein Bestattungsunternehmen gefallen, müssen alle Formalitäten geregt werden. Viele Bestattungsunternehmen bieten ihren Kunden einen umfassenden Service an und können wichtige Behördengänge, die im Zusammenhang mit dem Todesfall erforderlich sind, übernehmen. Dazu gehört zum Beispiel die Abmeldung des Verstorbenen bei der Krankenkasse. Außerdem können die Hinterbliebenen wertvolle Hinweise erhalten, was in der Situation ganz konkret zu tun ist.
Für die Bestattung sind verschiedene Formalitäten erforderlich. Hierzu gehört die Vorlage des Personalausweises, der Geburtsurkunde, der Heiratsurkunde und des Familenbuches. Bei Bedarf können weitere Unterlagen wie zum Beispiel das Scheidungsurteil, erforderlich sein.

Verträge kündigen – Nachlass regeln
Wichtig ist es, eine genau Kenntnis zu erlangen, welche Verträge der Verstorbene abgeschlossen hat. Mietverträge, Telefonverträge und Versicherungsverträge können nach dem Tod sofort gekündigt werden. Etwas anders verhält es sich mit der Hausratversicherung. Sie gilt noch 2 Monate nach dem Tod weiter und wird erst dann aufgelöst. So ist der Hausrat des Verstorbenen noch eine zeitlang mit versichert. Diese Zeit reicht in der Regel aus, um den Hausrat aufzulösen.
Mit der Sterbeurkunde müssen sich die Hinterbliebenen zum Nachlassgericht begeben. Sie ist die Voraussetzung für die Erteilung eines Erbscheines. Er wird frühestens 6 Wochen nach dem Antrag ausgestellt. Sofern keine Vorsorgevollmacht vorliegt, können die Erben nur mit einem Erbschein über das Bankkonto des Verstorbenen verfügen. Aus diesem Grunde ist es sehr wichtig, rechtzeitig geeignete Maßnahmen zu ergreifen und noch zu Lebzeiten zu regeln, wer im Ernstfall über das Konto und über andere Sach- oder Geldwerte verfügen darf.

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